Ich bin 1949 in der Innerschweiz geboren und in Beatenberg aufgewachsen. 15-jährig, also blutjung eigentlich, habe ich Schulfreunde und Dorf verlassen müssen. Weil ich ja Maler werden wollte und man dafür Opfer bringen müsse!

Nun ja, in all den folgenden Jahren habe ich mich wohl ein paar Mal zu oft «geopfert».

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"Piz Buin"
90 x 120 cm
Mischtechnik auf Leinwand


Die Lebensstationen in Kurzform
hiessen Kunstgewerbeschule, Lehre als Schaufenster-Gestalter, Auslandaufenthalte, viele Reisen, viel Suchen.

Heute bin ich freischaffender Maler. Ich wohne zusammen mit meiner Partnerin Thesi in Beatenberg und auf unserem Schiff MS VERANDEREN in Holland und Deutschland. Seit 1982 sind meine Bilder regelmässig in Galerien ausgestellt.

Die anfänglich figurativen Darstellungen gingen schon damals irgendwie auf im Abstrakten und meine abstrakten Bilder waren überzogen vom Hauch des Figürlichen. Seit dem Jahre 2000 habe ich mich ganz der ungegenständlichen Malerei zugewendet. Meine Bilder widerspiegelten die Experimentierfreude, die Auseinandersetzung mit dem Ungewissen und das Ausloten von Grenzen, hat mal jemand geschrieben. Strukturen brächen auf, Farbfelder begegneten und berührten sich, Zufall und ganz bewusstes Vorgehen würden sich vereinen in einem faszinierenden Zusammenspiel.
Schicht auf Schicht überlagerten sich Farben, Formen und Materialien. Was gerade zur Hand sei, könne für mich unversehens zum Werkzeug oder zum Schaffensmaterial mutieren – Sand, Erde, Eisenspäne, Wellkarton. Und er meinte, dass ich mich dabei virtuos einer Malsprache bediente, die lebendig, kraftvoll energisch und bisweilen feinfühlig schwingend sei. Und so gegeständlich meine Bilder seien – sie prägten sich dem Betrachter ein.

Ich mag diese Sicht meiner Arbeit! Nicht nur, weil es der Kritiker zu gut meinte mit mir. Aber er verzichtete in seiner Beschreibung ganz auf dieses geschraubte Kritiker-Kauderwelsch, das so nichts zu tun hat mit meiner Arbeit und meiner Lebenssituation.